Bielau 2012Matthias Bielau feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Seit exakt 15 Jahren hält er dem TSV Gellersen die Treue. Spieler, Schiedsrichter, Co-Trainer im Herrenbereich, Trainer in der Jugend, Jugendobmann – die typischen Stationen eines Vollblutehrenamtlers. Seit 2016 konzentriert sich der Mecklenburger ausschließlich auf den Gellerser Nachwuchs. Er war maßgeblich an der Gründung der JSG Gellersen/Reppenstedt beteiligt und hält diese seit vier Jahren am Laufen. Unsere Redaktion hat ihn nach seiner Sicht auf den Stand der Dinge bei den „Kleinen“ und „Großen“ gefragt…

BL: Hallo Matze, bitte gib uns ein paar persönliche Daten von dir preis…
MB: Ich bin 35 Jahre alt, ledig und von Beruf Vermessungstechniker. Meine Hobbys sind Fußball und die Entwicklung von Datenbanken. Mein Lieblingsverein ist – klar – der TSV Gellersen (wir dachten immer Rotation Neu-Kaliß?? Anm. d. Red.)

BL: Was hast du fußballerisch in deinem Leben bisher auf und neben dem Platz getrieben und was waren deine größten sportlichen Erfolge?
MB: Als aktiver Spieler habe ich seit 2002 über 200 Spiele für die 1.-4. Herren gemacht und dabei die eine oder andere Meisterschaft errungen. Ich habe den Schirischein für die Trainerausbildung gemacht und war Mitte der 2000er ein Jahr an der Pfeife aktiv. Insgesamt 14 Jahre war ich im Herren- und Jugendbereich (Zweite, A-Junioren) Trainer, die Hallenkreismeisterschaft der Herren und der Kreispokalsieg und der Bezirksligaaufstieg mit der U18 waren dabei die herausragenden Ereignisse. Seit 2009 engagiere ich mich im Jugendvorstand. Bis 2011 als stellvertretender Jugendobmann, seit dem leite ich die Abteilung.

BL: Warum bist du Jugendobmann geworden?
MB: Bereits vor meiner Zeit als stellvertretender JO war ich im erweiterten Jugendvorstand aktiv. Ab 2011 habe ich das Amt von Mario Bergmann vorerst übernommen und mich dann entschieden dabei zu bleiben. Wie so oft in diesem Bereich sind ehrenamtliche Mitarbeiter schwer zu finden. Ich wollte aber auch an der Entwicklung der Abteilung mitwirken.

BL: Macht der Job immer Spaß? Oder was nervt auch mal?
MB: Im überwiegenden Teil macht mir die Arbeit Spaß. Aber überall gibt’s paar Punkte die nicht so laufen wie z.B. die Kommunikationswege die nicht immer eingehalten werden um mal ein Beispiel zu nennen.

BL: Die JSG mit dem TuS Reppenstedt geht in das vierte Jahr. Wie lang war der Weg zur Zusammenarbeit und warum war es der richtige Schritt?
MB: Bereits im Jahr 2013 haben sich die Jugendobleute beider Vereine eher lose und zufällig auf der Sportanlage des TuS über eine mögliche JSG unterhalten. Ab Februar 2014 haben wir wöchentlich zusammen gesessen um ab Juli 2014 den Spielbetrieb als JSG durchzuführen. Nötig war dieser Schritt da von Seiten des TuS in den oberen Jahrgängen kaum Spieler da waren. Beim TSV sah es zu dem Zeitpunkt im jüngeren Bereich sehr düster aus. Beide zusammen konnten wir in allen Jahrgängen Mannschaften anbieten. Ein Jahr weiter hatte sich die Bildung der JSG noch mehr ausgezahlt. Hier konnten beide Vereine nur schwer eigene Teams stellen.

BL: Wie habt ihr euch im Vorstand der JSG organisiert? Wie viele Trainer stehen zur Verfügung?
MB: Zurzeit sind wir zu dritt im Vorstand. Jörg Schlieker unterstützt mich auf der TSV – Seite und Hans-Jürgen Rogge auf Seite des TuS Reppenstedt. Ein Vertreter für Hansi wird noch gesucht. Gemeinsam managen wir den Spielbetrieb und sonstige Aufgaben. Für interne Aus- und Weiterbildung konnten wir 3 Trainer der JSG (Svend Schmidt, André Schulz, Reiner Schmidt) gewinnen die auf Eigeninitiative Unterstützung angeboten haben. Ein Trainerlehrgang ist bereits mit 7 Teilnehmern erfolgreich absolviert worden. Im Moment stehen uns 34 Trainer und Betreuer zur Verfügung. 

BL: In die Gellerser Herrenteams sind aus der letztjährigen U19 elf Spieler aufgerückt, in die des TuS drei - wie stolz ist man als Obmann auf eine solche Entwicklung?
MB: Bei so einer Entwicklung ist man natürlich stolz auf die geleistete Arbeit. Hier geht natürlich der Dank an die Trainer und Betreuer die die Jungs auf diese Aufgaben vorbereitet haben und der Herrenbereich der frühzeitig Kontakt zu den Jungs geknüpft hat. Wir streben mit unserer Arbeit genau diese Entwicklung an und freuen uns über jeden der im Herrenbereich weiter spielt.

BL: Auch in der 1. Herren sind diverse jüngere Spieler dazu gekommen? Der Saisonstart war holperig - wie hast du das als Außenstehender gesehen?
MB: Nach dem Bezirkspokalsieg und den guten Platzierungen in den letzten beiden Saisons kann man schon mal etwas holperig aus der Sommerpause kommen. Der neue Trainer musste die Jungen einbauen und das geht auch nicht von heute auf morgen. Auffallend waren die Gegentore auch wenn Spiele gewonnen wurden klingelte es hinten zu oft. Trotzdem steht man auf Platz 1 in der Bezirksliga und gegen VFL hat konnte man ohne Gegentor gewinnen. Ich denke die 1. ist auf einen guten Weg.

BL: Wie beurteilst du allgemein die Zusammenarbeit von Herren- und Jugendbereich im TSVG?
MB: Durch die aktive Mitarbeit der verantwortlichen Herrentrainer konnten wir viele Spieler in den Herrenbereich integrieren. Das lief richtig gut und daran sollten wir festhalten. Auch wenn es in anderen Bereichen mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt ziehen wir am Ende am selben Strang und versuchen die beste Lösung für die Abteilung zu erzielen.

BL: Matze, danke für das Gespräch. Noch schnell ein Tipp für das Spiel der Ersten heute gegen den SC Lüchow...
MB: Wir gewinnen mit 2:1.