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Am 2. September war es soweit: die 15 Gewinner des F.F.-Fairness Cup fuhren nach Hamburg zum Besuch beim Hamburger Sportverein.

Gleich um 10 Uhr beim morgendlichen Training gab es ganz neue Gesichter im Spielerkader des um ruhigen, aber erfolgreichen Aufbau einer Erstliga-tauglichen Spielkultur bemühten Bundesligisten zu sehen: Julian Green aus dem  Nachwuchsreservoir der Bayern und der bei den Tottenham Hotspurs oft auf der Ersatzbank schmorende Lewis Holtby sollen dabei tatkräftig unterstützen.

Der ehemalige Aachener Alemanne fiel schon mal auf: als einziger Spieler beteiligte er sich am Aufstellen der Tore, als letzter verließ er den Trainingsplatz, nicht ohne die Bälle eingesammelt zu haben, die er zuvor beim Trainingsspiel  ideen- und wortreich verteilt hatte. Neben dem Platz gab er - auch unseren Jungs – bereitwillig Autogramme und lächelte freundlich in Peter Schades Kamera. Eigentlich die ideale Nominierung für den nächsten  F.F. Cup – aber: zu alt.

Noch vor dem Fan-gerechten Mittagessen  -  Chicken Nuggets mit Pommes rot-weiß  -  begann die Stadionführung. Hier erfuhren unsere Jungs Details über das vor rund 15 Jahren umgebaute, ehemalige „Volksparkstadion:  Aufbau der Dachkonstruktion; Logen für 12 oder 24 Personen, die für bis  zu 100.000 Euro pro Saison zu mieten sind; Abzahlung der Umbaukosten bis 2018;  die etwa 57.000 Zuschauerplätze, von denen die noch verbliebenen ca. 10.000 Stehplätze durch Umklappen von Metallelementen, in die Unterkonstruktion eingesetzt,  in etwa 5000 Stehplätze umgewandelt werden können.  Zum Abschluss machte die Gruppe noch einen Gang durch das HSV Museum. Erinnerungen werden wachgerufen, Filmausschnitte mit entscheidenden Szenen aus historischen Spielen bringen den Puls des echten HSV-Fans in Wallung. Ein Schrankfach aus der Umkleidekabine, zunächst von Kevin Keegan, dann von Kaiser Franz jeweils nach bestem Vermögen verziert. Schuhe von Marcell Jansen und anderen, Pokale und Schüsseln aus bessere n Zeiten. Beeindruckend die Wand mit den Namen der HSV-Spieler durch die Jahrhunderte von A bis Z. Wolfram Wuttke etwa, eines der enfants terribles des deutschen Fußballs, hochtalentiert, spielte von 1983 bis 1985 für den HSV und wurde von Trainer Happel suspendiert. Schön, dass das Museum auch andere Sparten beim HSV einbezieht, Handball etwa. Das Museum ist vielleicht eher etwas für die reifere Fan-Generation, aber schließlich führt auch die Schule ihre Kinder und Jugendlichen schon mal ins Museum. Geschadet hat der Besuch nach pädagogischem Maßstab also nicht.

Was also wurde unseren Gewinnern noch geboten?  Das Maskottchen „Dino Herrmann“ -  „Dino“, weil seit Geburt der Bundesliga nie abgestiegen „ „Hermann“ , weil es nach dem langjährigen HSV-Masseur Herrmann Rieger, der leider im Februar verstorben ist, benannt wurde. Mit DH  besichtigte man die Gästekabine, den Presserau, um nach dem nach dem Gang durch den Spielertunnel auf der „blauen“  Spielerbank unten direkt am Spielfeld Platz zu nehmen.

Bei allen intellektuellen Anregungen, die der Besuch beim HSV brachte:  Selbst aktiv am Ball zu sein ist wohl immer das Schönste, und auch das wurde geboten: Zwar offenbarte das Torwandschießen den einen oder anderen Verbesserungsbedarf in Sachen Schusstechnik, doch wollte U12-Trainer Pascal Basting daraus keine Notwendigkeit für ein Straftraining ableiten, vielleicht, weil er selbst bei drei Versuchen nur einen Treffer melden konnte. Immerhin: keiner  war besser als er, Peter Schade und der Autor dieser Zeilen eingeschlossen.  Und ganz zum Abschluss gab es ein Kleinstturnier untereinander, mit jeweils zwei Spielen pro 5er-Mannschaft. Die Einsatzbereitschaft war auch nach fünf Stunden ungebrochen, und hier und da sah man ein technisches Kabinettstückchen. Die Ergebnisse? Ja, die lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Klar aber ist: man hat in der „Imtech-Arena“ gespielt, wenn auch nicht auf dem heiligen Rasen.

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