Kathmann 17 2Gellersen zieht von dannen

Am 10. Spieltag der Bezirksliga 1 ging die Reise für den TSV zum Tabellenzweiten nach Suderburg. Viele erhofften sich im Vorfeld der Partie, dass der VFL die Siegesserie unserer noch ungeschlagenen Schwarz-Gelben beenden könne, um so die Spannung in der Meisterschaft hochzuhalten. Dementsprechend viele Zuschauer fanden sich bei bestem Fußballwetter zum Topspiel am Tannrähm ein.

Die Euphorie der Suderburger sollte allerdings fürs Erste recht schnell verflogen sein. Denn der TSV begann druckvoll und erzielte bereits in der 7. Minute das 1:0. Müller kam zu einem Distanzschuss, den der Keeper der Gastgeber nur noch zur Seite abprallen lassen konnte. Der Ball landete bei Kühn, der daraufhin das 1:0 markierte. Im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Kurz bevor der Pausenpfiff ertönte, wurde ein Suderburger unnötiger Weise knapp außerhalb des Gellerser Strafraums gefoult, sodass sich noch einmal eine sehr gute Gelegenheit für den VFL bot. Während unsere Jungs scheinbar mit den Gedanken schon in der Kabine waren, landete der gut getretene Freistoß auf dem Kopf von Boehnke, der aufgrund schlechter Zuordnung der Gellerser ungehindert zum 1:1 einnicken konnte. Sichtlich bedient gingen die Gäste in die Halbzeit.

In der 2. Halbzeit wurde das Spiel dann zunehmend hektischer. Kremer konnte sich in der 59. Minute nach einem Foul für das er gelb sah, einen Spruch nicht verkneifen, woraufhin der Schiedsrichter ihn mit gelb-rot vom Platz schickte. Durchaus überzogen in dieser Situation. Gerade als die Suderburger aufgrund der Überzahl begannen das Spiel an sich zu reißen, gelang es Demir nach einem guten Angriff der Schwarz-Gelben im Strafraum auf Chris Müller zurückzulegen. Dieser zog trocken ab und hämmerte das Spielgerät an die Unterlatte. Der Ball sprang zwar wieder aus dem Tor, jedoch hatte der Linienrichter ihn hinter der Linie gesehen. Somit ging der TSV in der 63. Minute erneut in Führung. Der nächste Aufreger der Partie ließ nicht lange auf sich warten. Einen Angriff der Gastgeber konnte Keeper Johst in letzter Sekunde stoppen, wobei der ballführende Suderburger Stürmer allerdings zu Fall kam. Zum Entsetzten der Gellerser übersah der Schiedsrichter das Johst zuerst den Ball spielte und zeigte auf den Punkt. Im darauffolgenden Getümmel sah Torjäger Demir dann auch noch die rote Karte. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten nahm der Schiedsrichter plötzlich sowohl den Elfmeter, als auch den Platzverweis zurück. Glück für den TSV!

Allerdings waren die von der großen Kulisse angetrieben Hausherren jetzt noch mehr gewillt gegen den Tabellenführer was zu holen und so gelang es Ohneseit in der 82. Minute den Ausgleich zu erzielen. Eine mittlerweile sehr hitzige Partie fand ihren Höhepunkt jedoch erst in der 90. Minute. A. Demir setzte sich gegen mehrere Suderburger im Strafraum durch und schließlich von einem Verteidiger gelegt. Erneut wurde auf Strafstoß entschieden. Dieses Mal blieb der Schiri auch bei seiner Meinung. Die Schwarz-Gelben hatten somit die Chance, diese sehr chaotische Partie doch noch für sich zu entscheiden. Eisvogel Demir ließ sich natürlich nicht zweimal bitten und verwandelte souverän zum 3:2. In der Folge gab es dann 7 Minuten Nachspielzeit, in den Suderburg noch einmal alles nach vorne warf. Doch auch an diesem Tage war gegen unseren TSV nichts zu holen. Die mit dem Abpfiff ertönenden Jubelstürme der Gellerser Akteure sowie ihrer mitgereisten Fans machten deutlich, welch Aufwand an diesem Sonntag für die 3 Punkte nötig war. Als hätte das Spiel nicht schon genug Spektakel geboten, ließ sich TSV Keeper Johst nach Abpfiff zu einer Unsportlichkeit hinreißen, weshalb er noch die rote Karte sah. Durch diesen Sieg bei einem direkten Konkurrenten beträgt der Abstand zu Platz 2 nun bereits 8 Punkte. Ein Ende der Gellerser Erfolgsserie ist nicht in Sicht!

Aufgebot TSVG: Johst – Pfeifer, Wossidlo, T. Hövermann. J.-P. Wulf – C. Müller, Kremer, Hackbarth (63. Meier), L. Bergmann (63. Becker) – Kühn (81. M. Wulf), A. Demir.