Vogel A 17Treubund verliert gegen Ole Johst

Samstag, 17:00 Uhr, strahlender Sonnenschein verborgen hinter den verdichteten, dicken Regenwolken, Gellersen gegen die zweite Turnmannschaft aus Lüneburg! Der Blick in die Kristallkugel offenbarte ein verheißungsvolles Match. Einige Fans konnten sich noch auf den letzten Drücker die letzten Resttickets an der Abendkasse ergattern und wurden Zeuge, wie die Zauberfußballer des TSV, den Fußballmuggeln aus der Salzstadt erfolgreich eine bleibende Narbe verpassten. Der stellvertretende Schulleiter Albus Vogeldore vertraute seiner Hauself, einzig Philipp Kremer (schwere Magen- und Darmerkrankung) und Marci Wulf (Gewohnheit) waren nicht im Quidditch-Aufgebot. Auf der Bank durften Alan Pfeifer, Patrick Kühn und Hendrik Scharfen Zauberstabvergleich machen.

Die ehemals stärkste Abwehr der Welt des heimischen TSV wollte von Beginn an zeigen, aus welchem Holz er eigentlich geschnitzt ist: Mahagoni. Gutes Stehvermögen, große Maßhaltigkeit, leichte Bearbeitung, hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen und Insekten, bei der Trocknung kommt es nur selten zur Rissbildung und das optische Erscheinungsbild kommt erst nach einer Behandlung mit Lack, Öl, und/oder Wachs voll zur Geltung. Technisch einfach eines der besten Hölzer weltweit. Benebelt vor Selbstbeweihräucherung wurde aber leider einmal nicht aufgepasst und schon brachte Förster Jonas Werner das Gebilde nach 4 Minuten zum Wanken. 0:1 für den Verbund treuer Lüneburger Holzfäller!

Es gab weitere heiße Szenen auf beiden Seiten, dennoch waren die Abschlüsse schlechter, als die von Berliner Schülern in Neukölln. Jan-Philipp Wulfpac mit einem Flying Headbut (leider Abseits), The Beck Show mit einem Schuss an den Ringpfosten oder Andy „The Ant“ Demir per Big Boot, bei dem der Ball über das Tor gelupft werden MUSS.

In der 17.Minute schlug Gellersen dann zu. Chris Müller schraubte sich derartig mit tiefschürfenden Spuren aus dem schweren Geläuf hoch, dass die Greenkeeper vor Neid erblassen konnten, und legte per Kopf für eben diesen Demir auf. 1:1! Und pünktlich vor der Pause legte man nach, als „LB2“ alias „CR7“ sämtliche Verteidiger nur schnuppern, aber nicht anbeißen ließ und mit so einer Leichtigkeit das 2:1, wieder durch Demir, per Querpass auflegte, sodass sogar die Forschungsabteilung von Real Madrid aufhorchte („Zooooooo“)!

In der zweiten Halbzeit brachte Gellersen sich mit einem Eigentor in der 56. Spielminute weiter in Front. Dann legte Lüneburg wieder etwas zu, wie ein Familienvater an Weihnachten. Die Rechnung wurde allerdings in unzählbaren Situationen ohne Rentier Olaf Johst gemacht, der schon in der 8. Klasse Physik abwählte, um sich fortan schneller als man „Isaac Newtonsches Schwerkraftgesetz“ sagen kann, im Strafraum entgegen aller Naturgesetze zu bewegen. Starke Leistung!

Zum Abschluss müllerte Chris in der 81.Minute den Ball noch einmal über die Linie. Endstand 4:1 und es wurde deutlich, dass sich die Treubunder den Laden doch noch vollhauen ließen, so wie unsere Fans ihre Bäuche an unserem Grillstand, direkt neben dem Vereinsheim. Lecker selbstgemachte Köstlichkeiten, alles bio, und 5 Euro Spende für die Mannschaftskasse bei Vorlage dieses Spielberichts, yam yam yam, kommt vorbei!

Aufgebot TSVG: Johst – Prange, T. Hövermann, J.-P. Wulf, Wossidlo – S. Becker (67. Kühn), L. Bergmann (81. Scharfen), C. Müller, Hackbarth – A. Demir, Kennemann (88. Pfeifer).