17 09 29 VSKEs läuft am Schnürchen wie ein Seiltänzer

Nachdem das Spiel wegen kleinerer Flutlicht-Probleme mit etwas Verzögerung angepfiffen wurde, tat sich erstmal nicht viel. Der Gast aus Vastorf machte die Räume eng und die Schwarz-Gelben bemühten sich, die zwei 5er Abwehrreihen durch Ballbesitz mürbe zu machen. Aus diesen teils minutenlangen Ballstafetten der Hausherren ergab sich erstmals in der 20. Minute eine Chance: Henrik Scharfen setzt sich außen klasse durch und flankte in die Mitte, wo Kühn bereits an der Führung schnupperte, jedoch noch das Nachsehen gegenüber dem Gästetorwart hatte. Viel bitterer als die vergebene Chance: Scharfen verletzte sich bei dieser Aktion und musste ausgewechselt werden… Gute Besserung an dieser Stelle! In der Folge waren Chancen eher Mangelware und man merkte zunehmend, dass Interimstrainer Andy Vogel, der wohl auf der Wunschliste des FC Bayerns als Nachfolger von Carlo steht, nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft war. So war es dann Chris Müller in der 43. Minute, der sich erbarmte und eine präzise Hereingabe von Paddy Kühn aus 15 Metern oben links im Netz versenkte. Mit der Führung ging es dann auch in die Pause.

In der Kabine nahmen sich die Mannen vom Heidberg dann vor, ein „Schnelles“ direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit zu schießen, um den Grundstein für das anschließend stattfindende Oktoberfest zu legen. Gesagt getan. Teenie-Schwarm Paddy Kühn brauchte ganze 4 Minuten, ehe er nach tollem Solo zum 2:0 einnetzte. Und da der angehende Jurist schon in seinem ersten Herrenjahr eigentlich nur im Doppelpack traf, dauerte es nur drei Minuten bis er selbigen gegen den VSK schnürte: Tor-Gigant Demir setzt sich außen gegen fünf Gegenspieler durch, nimmt den Kopf hoch, sieht den besser postierten Kühne und legt uneigennützig auf. „Nach einer so überragenden Vorarbeit das Tor zu machen, fällt leicht wie Arjen Robben.“ – gab ein verschmitzt grinsender Kühn nach dem Spiel zu Protokoll. In der Folge versuchte der VSK mit allen Mitteln zurück ins Spiel zu gelangen, doch mit Ole Johst hatte Lukas Hertting, von Beruf eigentlich Goalgetter, seinen Maestro gefunden. „Wie hast du den denn bitte noch gehalten?“ - fragte er Johst zerknirscht, nachdem er den Ball aus einem Meter Entfernung nicht im Tor unterbringen konnte. Der Tabellenführer vom Heidberg kam zunehmend zu Konterchancen und wusste diese auch zu nutzen. In der 65. Spielminute war es erneut Kühn, der einen „Ausrutscher“ von Ahrens bestrafte –Der Publikumsliebling und Ex-Gellerser rutschte als letzter Mann aus und konnte seinem Team somit nur noch eines versichern: Die Einladung nimmt ein Paddy Kühn dankend an. 4:0!!

Kurios dann das 5:0… Der Schlussmann aus Vastorf versuchte einen Ball zu klären, schoss jedoch den eingewechselten Becker an, der die Bogenlampe runterpflückte und nur noch ins leere Tor einschieben musste. Bezeichnend für die starke Leistung von Johst war dann die 85. Minute, in der der starke Schlussmann schließlich nur von Teamkamerad Lars Wossidlo zum 5:1 durch ein Eigentor überwunden werden konnte. Alles in allem ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Beim anschließenden „Oktoberfest“ des TSV, ließen sowohl die Spieler beider Mannschaften, als auch die Fans den Freitagabend mit dem einen oder anderen Bier ausklingen. Dass der TSV Gellersen und Vastorf tolle Feten feiern können, sprach sich so schnell rum, dass sogar der ein oder andere Ordnungshüter auf eine Brezel und (anscheinend zu laute) Wiesn-Musik vorbeischaute.

Aufgebot TSVG: Johst – Prange, T. Hövermann, J.-P. Wulf, Wossidlo – C. Müller (70. Hackbarth), Kremer, Kennemann, Kühn (68. S. Becker) – A. Demir, Scharfen (27. L. Bergmann).