17 04 17 BezPokHFFinale – oh oh, Finale – oh oh!!!

Es war angerichtet, Zuschauer und Spieler fieberten einem heißen Duell mit geiler Stimmung entgegen. Nur das Wetter hatte erst mal etwas dagegen. Kurz vor Anpfiff hagelte es – scheiß April! Aber das sollte die Kicker vom TSV nicht aufhalten mit breiter Brust und viel Elan ins Spiel zu gehen. Und so fingen die Jungs vom Heidberg auch an.

Bereits in der 3. Minute spielte Klepi-Klette-Klepanovic einen traumhaften Ball auf Kennemann, der aus spitzem Winkel auf´s Tor zu lief und den sonst überragenden Keeper der Gäste tunnelte. Klatsch-Bumm-Peng – 1:0 – das läuft ja! Gellersen drückte weiter auf´s Tempo und wollte unbedingt das Zweite nachlegen.

Demir hatte das ein oder andere Mal die Chance das Spiel schon frühzeitig zu entscheiden. Allerdings hat er das mit dem Lupfen nicht so drauf und abspielen gehört auch nicht so zu seinen besten Fähigkeiten – der Demir halt! Von den Gästen kam nicht besonders viel, trotzdem muss man ihnen ein oder zwei Chancen in der ersten Hälfte zugestehen, die sie zum Glück nicht nutzen konnten, da sie an Johst scheiterten oder eines Landesligisten nicht würdig vergaben. Also ging man mit einer doch relativ souveränen Führung in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit fing es genauso turbulent an wie in der ersten Halbzeit, nur leider mit einem Tor für die Meckelfelder. Nach einer Gellerser Ecke schnappten sich die Gäste den zweiten Ball und schalteten schnell um. Ein Pass in die Schnittstelle wurde von Wilms erlaufen, der ihn dann aus 25 Metern ins leere Tor schieben konnte, da TSV Keeper Johst einen auf Manuel Neuer versuchte – tja, verschätzt! Gellersen drückte aber weiter, wollte unbedingt die Entscheidung in 90 Minuten und Meckelfeld verteidigte mit Mann und Maus. Es ergaben sich durchaus weitere Möglichkeiten, um endlich den Sack zu zumachen. Doch Klepatz hatte wirklich Scheiße anne Füße. Nach einem hervorragenden Spielzug über links flankte ein Gellersener und Klepi nahm ihn Volley mit rechts – alle sahen die Kugel schon im Netz, allerdings hatte TV Keeper Kirchhoff etwas dagegen. Er tauchte blitzschnell ab und parierte den Schuss sehr sehenswert. In der nächsten Szene war es wieder der blinde Klepatz, der in bekannter Carsten Janker Manier den Ball aus 3 Metern über das leere Tor bugsierte. Leck am Arsch, das kann doch nicht wahr sein!!!

Doch die Heidberg-Power wollte nicht aufhören, zumal sich die Gäste in der Folge selber dezimierten und das Spiel zu neunt beenden mussten. So ergaben sich noch weitere Chancen für M. Wulf und was weiß ich noch für wen alles. Nach dem zweiten Platzverweis und dem daraus resultierenden Freistoß war es dann doch Andi – Dynamite – Demir, der für das längst überfällige zweite Tor sorgte. Da waren schon 86 Minuten gespielt – der Drops schien gelutscht, sollte man meinen! Doch nicht mit den Meckelfeldern, sie versuchten ihr Glück nochmal mit langen Bällen, wie schon das ganze Spiel über. Doch dieses Mal konnte die TSV Abwehr die Gefahr nicht bändigen und so kam es wie es kommen musste – 2:2 nach leichten Kommunikationsschwierigkeiten der Innenverteidiger und des Torhüters. Zum Mäuse melken, wieder einmal Elfmeterschießen und wieder eine sicher geglaubte Führung verspielt! Auf beiden Seiten waren relativ schnell fünf Schützen gefunden, die sich den Strapazen hingaben. Nach den ersten fünf Schüssen vergab jeweils ein Akteur und es mussten Weitere ihr Glück versuchen. Meckelfeld legte immer vor und endlich haute der siebte Schütze den Ball an Pfosten. Jetzt lag es nur noch an Müller, die Kugel ins Netz zu donnern, was er dann auch tat. Und so hieß es nach einem atemberaubenden Elfmeterschießen 8:7 für die Hausherren. Der Jubel war grenzenlos und man hörte eigentlich nur noch: Finale – ohoh, Finale ohoh!!!

Aufgebot TSVG: Johst - J.-P. Wulf, Koplin (87. Ferner), T. Hövermann, A. Breskas - Baran, Müller - Klepatz, M. Wulf - Kennemann (90. Gronholz), A. Demir.