Johst 16Höchster Heimsieg seit Jahren

Es mussten sich schon einige Zuschauer verwundert die Augen reiben, als Sie am letzten Heimspielsonntag auf die Anzeigetafel des Heidbergs schauten, ist doch diese nicht für ein zweistelliges Ergebnis ausgelegt. So nahm man einfach die Tafeln des Gegners aus Lemgow hinzu, da diese eh nicht mehr als die 0 auf der Habenseite benötigten.

Zum Spiel: Zum Anfang taten wir uns noch etwas schwer. Auch die frühe Führung in der 11. Minute durch Müller mit dem Kopf nach einer Demir Flanke, brachte nicht die nötige Ruhe ins Spiel, um sich gegen den sehr defensiv agierenden Gegner durch zu kombinieren.

So liefen wir uns immer wieder fest oder leisteten uns einfache Abspielfehler im Aufbau. Lemgow allerdings konnte daraus zu keinem Zeitpunkt ihren Nutzen ziehen und kam pro Halbzeit lediglich auf einen Torschuss, der unserem Keeper Steffen Wulf aber nicht in die Bredouille brachte. Vor der Halbzeit erhöhte Baran nach einer Gronholz Ecke noch auf 2:0. Es schien, als sei dies der Knotenlöser für die maue erste Hälfte gewesen, denn danach ging es Schlag auf Schlag: 3:0 (49.) Müller setzt sich nach einem Einwurf stark durch und trifft in die kurze Ecke.

4:0 (50.) Demir ist nach Pass von Müller frei vorm Tor und verwandelt “gefühlvoll“.

5:0 (52.) Leonhardt nach tollem Pass von J-P. Wulf im Nachsetzen. 6:0 (59.) Demir mit einem Freistoß aus dem Halbfeld. 7:0 (65.) Gronholz per Foulelfmeter. 8:0 (69.) Klepatz aus dem Gewühl.

Aber als wären all diese Tore nicht schon genug, hatte unser Ersatztorwart Lars-Ole Johst noch etwas Geschichtsträchtiges an diesem Tage für uns aufgespart. Wir schreiben die 75. Minute, als Johst eingewechselt wird. In alter Torwartmanier stellte er sich auch gleich mal in den Fünf-Meter-Raum, jedoch nicht in den eigenen sondern in den gegnerischen, um dort mit seiner ersten Ballberührung in der 77. Minute und mit seiner zweiten Ballberührung in der 83. das 9:0 bzw. 10:0 zu markieren. Was fehlt noch? Natürlich der lupenreine Hattrick unseres Torwarts innerhalb von nur neun Minuten. So tankt er sich links durch um kurvt noch einen Abwehrspieler und verwandelt den Ball unhaltbar in der langen Ecke. !!!WAHNSINN!!!

11:0, ein Hattrick und eine tolle 2. Halbzeit lassen die schwachen ersten 45 Minuten vergessen. Und wer solche Einwechselspieler hat braucht keinen Gegner zu fürchten …

Aufgebot TSVG: St. Wulf – A. Breskas, T. Hövermann, Müller, J.-P. Wulf – Baran, Klepatz, Gronholz – A. Demir, Leonhardt (75. Johst), Kennemann.