Kuehn 16Fünferpack gegen die Turner

Nach der bitteren 2:0 Niederlage in Barum stand für die Klose-Vogel-Elf Wiedergutmachung auf dem Programm. Gegen den MTV Treubund Lüneburg II, samt sächsischem Stürmerstar Schellin, wollte Schwarz-Gelb mit Angriffsfußball überzeugen und sollte schon in der 10. Minute belohnt werden. Nach tollem Pass in die Schnittstelle vom wiedererstarktem Weltfußballer Wulf, war es der kernige Konterstürmer Kühn, der in seinem Startelf-Debüt vor dem Tor die Nerven behielt und eiskalt zum 1:0 einschob. In der Folge spielte sich der TSV gegen teilweise überfordert wirkende Turner zahlreiche Möglichkeiten heraus, blieb jedoch in der letzten Konsequenz glücklos. Bis zur 42. Minute…

Außen setzte „Playmaker“ Paddy Kühn zu einem Solo an und ließ gleich mehrere Verteidiger alt aussehen. Sein anschließender Querpass musste vom bis dahin durststrecken-geplagten Demir nur noch über die Linie gedrückt werden. Mit dieser verdienten 2:0 Führung ging es dann auch in die Halbzeit. Während sich die Spieler auf dem Weg in die Kabine machten, hörte man die zahlreich erschienen Fans Lobeshymnen auf das gelungene Kombinationsspiel der Hausherren singen. Sich ihrer spielerischen Überlegenheit bewusst, wohl aber in dem Wissen, dass die drei Punkte noch nicht eingefahren worden sind, ging es für die Gellerser in die zweite Halbzeit. Und es kam, wie es kommen musste. Die Schwarz-Gelben gaben, zum Entsetzen vom kampfeslustigen Klose, welcher sich eine nur halbernstgemeinte Fehde mit den MTV-Trainern lieferte, das Heft zunehmend aus der Hand und die Turner kamen vermehrt zu Chancen. So war es dann in der 58. Minute der robuste Rechtsaußen Reno Schellin, der nach einem langen Ball frei vor Johst auftauchte und den Anschlusstreffer markierte. Jetzt war wieder richtig Pfeffer drin in der Partie.

Während der TSV das Fußballspielen komplett einzustellen schien, erarbeiteten sich die temperamentvoll kämpfenden Turner Chance um Chance. Während die Gäste mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderten und das Tor zum Ausgleich wie vernagelt schien, fing sich der TSV Gellersen langsam wieder. So war es in der 81. Minute der brachiale Ballverteiler Breskas, der den herausragenden Homburg halbrechts in Szene setze, welcher mit einem echten Gewaltschuss das 3:1 erzielen konnte. Der MTV schien gebrochen. Die Rothosen versuchten zwar noch einmal alles nach vorne zu werfen, die sich dadurch auftuenden Räume nutzten die Hausherren jedoch gnadenlos aus. In der 82. Minute konnte Kampfschwein Kennemann einen Ball im Mittelfeld erkämpfen und auf den an der linken Außenlinie freigewordenen Demir weiterleiten. Dieser ließ mittels astreiner Rivelino-Finte gleich zwei Gegenspieler austeigen und legte quer auf Marcel Wulf, welcher mit dem 4:1 den Spielverlauf der zweiten Halbzeit komplett auf den Kopf stellte. Während sich die Zuschauer draußen noch die Augen rieben, als der vorsorglich an der Ergebnistafel stehengebliebene Vogel die „4“ auf hing, marschierte Gellersen schon wieder Richtung gegnerisches Tor. In der 86. Minute blitzte dann die Brillanz des eingewechselten Spielmachers Sven Becker auf, welcher nach einem Klasse Solo zum 5:1 Endstand einschoss.

Aufgebot TSVG: Johst – Brümmerhoff, T. Hövermann, C. Müller, Homburg– Warsitzka (62. A. Breskas), M. Wulf (85. Becker), Baran – Kennemann, Kühn (67. J.-.P. Wulf), A. Demir.