Gronholz 16Die Temperatur stieg, das Niveau sank

Bei gefühlten 100°C mussten sich die Kicker vom Heidberg auf den Weg nach Dannenberg machen, um dort ihr grandioses fußballerisches Können unter Beweis zu stellen. Tja, was soll ich sagen ... Talent und Können wurden wohl zu Hause vergessen, aber trotzdem reichte es gegen eine polnisch-brasilianische Auswahl für den erhofften Dreier.

In den ersten paar Minuten des Spiels wurde eine ganz ruhige Kugel geschoben, keiner wollte sich bei der Hitze schon am Anfang einen Fehler leisten, sodass das Spiel so dahin plätscherte. Die Dannenberger versuchten ihr Glück das ein oder andere Mal mit langen Bällen, welche auch durchaus fruchteten.

Entweder konnte S. Wulf seinen Körper noch irgendwie dazwischen schmeißen oder das Unvermögen der Heimstürmer sorgte dafür, dass es immer noch Null zu Null stand. Doch irgendwann leistete sich Gronholz im Spielaufbau einen groben Abspielfehler, der zum 1:0 der Hausherren führte. Was für `ne Scheiße, einfach unnötig. Vor allem hatte man eigentlich das Gefühl dieses Spiel ganz locker nach Hause bringen zu können. Tja, trocken auf Kies gefurzt.

Doch es dauerte nicht lange bis Gronholz seinen Fehler wieder gut machte und eine schöne Ecke auf Koplin schlug, der diese wundervoll zum 1:1 ein nickte. Gellersen investierte jetzt ein bisschen mehr und erarbeitete sich einige Chancen. Nach einer Flanke von irgendwem konnte der Dannenberger Keeper den Ball nicht festhalten. Kennemann war das erste Mal in seinem Leben hellwach und verwandelte zum 1:2. Halbzeit. Allerdings hätte man zur Pause auch mit 1:3 führen können, wenn Koplin seinen zweiten Kopfball, nach erneuter Ecke von Gronholz, auch verwandelt und nicht an den Pfosten gesetzt hätte. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Hausherren das Spiel und machten ganz gut Druck. Es war nur noch eine Frage der Zeit bis die Dannenberger den Ausgleich erzielen sollten und so kam es auch. Nach einem Einwurf setzte sich ein Brasilianer gegen N. Meier durch, schlug den Ball flach durch den Fünfer und bediente damit einen Landsmann, der völlig freistehend zum 2:2 einschob. Gellersen beschränkte sich fast nur noch auf Konter, wodurch sie auch zu einigen Möglichkeiten kamen, welche aber nicht genutzt werden konnten. Auch die Hausherren hatten noch ihre Chancen, aber nutzten diese ebenfalls nicht. Die Spieler sollten der Hitze Tribut zollen und nur mit sich selber zu kämpfen haben. Für die nötige Stimmung auf dem Platz, die wohl sonst nicht aufgekommen wäre, sorgte immer mal wieder der Schiedsrichter. Fragwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten brachten unnötige Unruhe rein und machten das Spiel sehr hektisch. Die beste Szene des Spiels behielt sich wohl der Schiedsrichter-Assistent vor, der nach einem Einwurf energisch mit der Fahne wedelte und konsequent Abseits forderte, der Schiri behielt aber die Übersicht und nordete seinen Assistenten wieder ein. Das Ende des Spiels nährte sich und natürlich gaben sich die Gäste mit einem Punkt nicht zufrieden, versuchten nochmal alles, jedoch kam nicht wirklich was Sehenswertes dabei heraus. Kurz vor Schluss wurde A. Demir 17 Meter vor dem Tor gefoult. Die letzte Chance das Spiel noch zu einem Sieg zu verwandeln? Na sicher! Demir schnappte sich die Kugel und schlenzte ihn ins lange Eck. Dann war es vorbei, allerdings drei Minuten zu früh, zum Glück! Passt aber zu der Leistung der Spieler und des Schiedsrichters! Sauber Männer, mal wieder das Maximum raus geholt, drei Punkte. Mehr geht nicht!!! Aufstellung TSVG: S. Wulf – A. Breskas, T. Hövermann, Koplin (56. S. Becker), Meier (71. J.-P. Wulf) – Homburg (77. Claaßen), Gronholz, Müller, Baran – Kennemann, A. Demir.