HabenichtAm Ende fehlte die Kraft

Über eines konnte man sich vor dem Spiel in Wittorf wahrlich nicht beklagen: Die Zahl der nicht zur Verfügung stehenden Spieler war sensationell hoch. Mit V. Kruse und Lütgens (erstes Herrenspiel nach vielen Jahren) mussten wieder zwei alte Haudegen die Fußballstiefel schnüren, die dem einen oder anderen jüngeren Spieler im Team noch gar nicht so bekannt waren…

Trotzdem startete der TSVG überraschend gut. Nach 17 Minuten gelang Harm auf Zuspiel von Lütgens das 0:1, er traf mit einem abgefälschten Schuss ins untere rechte Eck. Vier Minuten später konnte Hardt die Führung sogar noch ausbauen: Er nahm einen zu kurzen Abschlag des MTV-Keepers auf, umspielte drei Gegner und schob unhaltbar links unten ein – eine schöne Einzelleistung! Je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen die doch etwas jüngeren Spieler der Gastgeber in Tritt. Nach 30 Minuten zeigte der Schiri auf den Strafstoßpunkt, V. Kruse hatte noch in höchster Not versucht zu klären, er konnte die Fehler seiner Vorderleute aber nicht mehr kompensieren und foulte den durchbrechenden Angreifer – 1:2. Erst in den letzen Minuten der ersten Hälfte wurde es dann wieder turbulent. Zunächst traf „Schlachter“ Lütgens nach einem Patzer des Torhüters zum 1:3 (41.), dann wurde er sich im Gegenzug aber mit seinem alten Weggefährten aus früheren Tagen, Keeper Ott, im eigenen 16er nicht einig und er MTV konnte noch vor dem Halbzeitpfiff erneut auf 2:3 verkürzen (43.).

Im zweiten Durchgang ging dem TSVG dann schlichtweg die Puste aus. Wittorf war das spielbestimmende Team, Gellersen hatte nicht mehr viel entgegen zu setzen. So war man auch glücklich darüber, dass den Gastgebern nur noch ein Treffer zum 3:3-Endstand gelang. In der 66. Minute fälschte V. Kruse einen MTV-Schuss von links unglücklich ab, das Leder senkte sich unhaltbar ins lange Eck (66.).

Aufgebot TSVG: Ott – V. Kruse – Dettlaff, Hardt – Weichenhein – Kit, Knaack, Leers, Lütgens – Harm, Schlett. Eingewechselt: Hoth, Brandt, R. Schuller.