Trainer stolz auf seine „letzten Elf“Weichenhein 13

Die Welt ist doch verrückt: Häufig sind Trainer stinksauer auf ihr Team, obwohl dies deutlich gewonnen hat. Und manchmal sehr stolz, obwohl es deutliche Niederlagen setzte. Solch einen Tag erlebte Coach „Kalle“ Habenicht zuletzt beim Gastspiel seiner 3. Herren beim SV Scharnebeck II…

 Denn nur noch 11 Spieler standen ihm zur Verfügung, einige davon hatten noch nie oder zumindest schon ganz lange nicht mehr 90 Minuten am Stück auf einem Fußballplatz gestanden. Und trotz dem man beim Tabellenführer gastierte, gab es nicht das erwartete „Schlachtefest“, am Ende unterlag man „nur“ mit 0:4 – und hätte mit Glück sogar auch noch zwei Treffer weniger kassieren können. „An alle Mitwirkenden ein großes Lob. Jeder hat sich reingehauen, war für den anderen da und alle haben sich gegenseitig angefeuert“, so der Coach in der Nachschau. Die Verantwortlichen des Gegners aus Scharnebeck waren vor allem von der Konditionsstärke der Gellerser angetan. Habenicht allerdings auch… Nach 10 Minuten lagen die Gäste bereits mit 0:1 hinten, als die Abwehr zu weit auseinander stand und Keeper Ott im Anschluss an einen Steilpass keine Chance hatte. Nach einer halben Stunde hatte der überragende Gellerser Schlussmann (2x in Folge Lünesport-Elf der Woche!) dann Pech, als er den ersten Torschuss glänzend parierte, dann das Leder gemeinsam mit Kapitän Weichenhein aber doch nicht am Überschreiten der Torlinie hindern konnte – 0:2. Auch das 0:3 unmittelbar nach dem Seitenwechsel hätte Ott um ein Haar pariert. Nach einem schnellen Angriff über rechts hat er beim Abschluss das Bein noch am Ball, der findet aber erneut den Weg in die Maschen (48.). Das 0:4 in der 68. Minute fiel dann ähnlich nach einem Tempoangriff über rechts. Mehr ließen die Gellerser „aufrechten Elf“ aber nicht mehr zu. .

 

Aufgebot TSVG: O. Ott – M. Demir, Dettlaff, Weichenhein, Hardt – Blewonska, Brandt, Hoth, Prange – Schmidt, A. Wotschel.