AH 16 17

Viele erfolgreiche Spielzeiten und Meisterschaften pflasterten den Weg des Altherren-Teams der Vereine TSV Westergellersen und SV Gellersen. Eine jahrelange Zusammenarbeit auf diesem Gebiet unter der Leitung von Trainer Wilhelm von dem Knesebeck erleichterte letztlich auch die Fusion beider Vereine zum TSV Gellersen im Jahr 2003.

Seit einiger Zeit litt das AH-Team jedoch unter akuter Personalknappheit - 15 Spieler umfasst in der Saison 2006/07 der Kader. Somit konnte das Ziel in der Kreisliga in diesem Jahr nur der Klassenerhalt sein. Neu-Coach Jörg Schlieker, Betreuer Uwe Petersen und der gesamten Mannschaft gelang es nach Anlaufschwierigkeiten in der Hinrunde schließlich, dies Ziel zu erreichen. Nicht zuletzt auch ein Sieg über den späteren Niedersachsen-Meister VfL Lüneburg trug zu einem guten 5. Tabellenplatz bei.

In der Spielzeit 2007/08 präsentierte sich das Team zunächst mit vielen neuen Gesichtern. Diverse Neuzugänge - vor allem "Youngster" der 4. Herren, ließen die Hoffnung aufkommen, das Vorjahresergebnis zu wiederholen. Leider kam es ganz anders. Gerade aufgrund einer völlig verkorksten Rückrunde mit nur sieben Punkten aus elf Spielen musste der TSVG das tun, was in den letzten Jahrzehnten in diesem Bereich in Gellersen undenkbar war: In die Kreisklasse absteigen.

In der Saison 2008/09 bewies der TSVG zunächst mit recht uneinheitlichen Ergebnissen, dass man in der Altherren-Kreisklasse gut aufgehoben war. Da in dieser Klasse aber regelmäßig jeder jeden schlug und alle Teams dicht beieinander lagen, witterte man unter Neu-Coach Sebastian Arnold Anfang der Rückrunde sogar die direkte Wiederaufstiegschance - hierzu hätte sogar dritte Tabellenplatz gereicht. Mit am Ende fünf Siegen in Folge errang das Team aber sogar Platz 2 und kehrte nach nur einem Jahr Abstinenz in die Kreisliga zurück.

Die gute "Nachwuchsarbeit" trugt in der Saison 2009/10 erste Früchte. Zwar hatte der TSVG auch nach dem Wiederaufstieg immer wieder einmal Probleme, ein vollzähliges Team auf den grünen Rasen zu bringen, durch mehr Alternativen gestaltete sich die Organisation aber um einiges leichter. Und auch die Ergebnisse blieben nicht aus - am Ende fand sich der TSVG sogar unter der "Top 5" der Kreisliga wieder.

Noch besser werden solte es in der Spielzeit 2010/11 - der Angriff auf die Spitze sollte das Ziel sein. Mit einem an sich erweiterten Kader startete man in die Saison, bestritt in der "Saisonvorbereitung" sogar ein Testspiel. Doch im Pokal konnte man prompt "mangels Masse" gleich nicht antreten. Danach lief es aber, problemlos qualifizierte der TSVG sich in der erstmals ausgetragenen Vorrunde für die Meisterstaffel. Hier blieb man jedoch hinter den eigenen Erwartungen und Ankündigungen zurück. Nach vielen indiskutablen Partien gelang am letzten Spieltag immerhin das Kunststück, den Meister VfL Lüneburg auf eigenem Platz mit nur 9 (!) Spielern mit 7:2 zu schlagen. Den 5. Tabellenplatz verbesserte dies Ergebnis indes nicht mehr...

Die Saison 2011/12 brachte zunächst überwiegend positive Ergebnisse. In der Quali-Runde belegte man Rang drei und erreichte erneut problemlos die Meisterrunde. Doch im Winter sorgten die Unzuverlässigkeiten des Teams dafür, dass Coach "Basti" Arnold seinen Posten abgab. Dennoch holte man vollkommen überraschend erstmals die Hallenkreismeisterschaft. Tobias Schuchhardt übernahm die Organisation der Mannschaft, in der Meisterrunde wurde man am Ende Vierter.

Wieder einmal ging es in der Spielzeit 2012/13 darum, sich für die Meisterrunde zu qualifizieren - es galt für Coach Tobias Schuchhardt
und sein Team, mindestend den 3. Vorrundentabellenplatz zu erreichen. Vor dem letzten Spieltag hatte diesen die SG Mechtersen/Radbruch noch inne, im direkten Duell konnten die Schwarz-Gelben aber mit 3:0 gewinnen und am Gegner vorbei ziehen. In der Meisterrunde selbst hatte der TSVG dann aber nichts mehr zu bestellen. Acht Spiele, sieben Niederlagen, ein einziger Punkt bedeuteten am Ende den 5. und letzten Tabellenplatz.

Das Interesse der Gellerser Aktiven an einer Altherrenmannschaft war so ziemlich zum Erliegen gekommen, die Vereinsverantwortlichen spielten mit dem Gedanken, kein Team für die Saison 2013/14 mehr melden zu wollen. Letztlich nahm Lars Bauer das Heft des Handelns in die Hand und brachte sich selbst und die letzte Handvoll Spieler in eine Spielgemeinschaft mit dem FC Heidetal und dem MTV Soderstorf ein. Nach einem perfekten Saisonstart mit fünf Siegen und einem Unentschieden aus sechs Spielen folgte im Herbst eine lange Durststrecke. Immer wieder gab es Personalprobleme - auch wenn im Frühjahr wieder diverse Punkte gesammelt werden konnten stand am Ende doch "nur" Rang 4 in der mittlerweile eingleisigen Kreisliga zu Buche.

Da jedoch eigentlich genug Altherrenspieler in den eigenen Reihen zur Verfügung standen, diese aber noch überwiegend in den Gellerser Herrenteams eingesetzt wurden, begann man im Gellerser Fußballvorstand früh damit, in der Abteilung organisatorische Umbauarbeiten vorzunehmen. Für die Spieler zwischen 32 und 40 sollte die Alte Herren wieder Vorang haben - und mit dem langzeitverletzten Erstherrenspieler Philip Kowalewski war auch bald ein neuer Verantwortlicher für das neue Team gefunden. Mit viel Herzblut stellte er wieder eine eigene Gellerser Alte Herren für die Saison 2014/15 auf die Beine. Vereinsurgesteine wie Co-Trainer Metay Demir standen Seite an Seite mit diversen Neuzugängen, es wurde wieder regelmäßiger trainiert und der Saisonauftakt lief auch sehr vielversprechend - unter anderem qualifizierte man sich erstmals überhaupt für das Kreispokal-Halbfinale (1:3-Niederlage gegen den SV Ilmenau). Am Ende landete man auf dem 3. Platz der Kreisliga - es wäre aber durchaus mehr drin gewesen.

In der Spielzeit 2015/16 setzte sich das fort, was bereits im Frühjahr schleichend begann - das Engagement vieler Spieler ließ zu wünschen übrig, trainiert wurde zunächst nur noch selten, später dann gar nicht mehr. Hinzu kam, dass sich der eine oder andere Spieler - wie Coach Kowalewski selbst - langwierige Verletzungen zuzog und es mitunter schwierig wurde, ein Team für die Spiele auf die Beini zu stellen. Dies machte sich auch in den Ergebnissen bemerkbar. Ein 5. Platz in der Kreisligatabelle mit deutlich mehr Abstand zu den Top-Teams als zum Tabellenkeller erfreute die Verantwortlichen eher weniger. Aber immerhin konnte man sich nach einer äußerst unglücklichen 1:2-Niederlage im Halbfinale gegen die SG Bleckede im Neunmeterschießen gegen den TuS Barendorf den Bronzerang bei den Hallenkreismeisterschaften sichern.

Aktueller Chefcoach der AH ist seit Beginn der Saison 2016/17 jetzt Gero Ziemer, der den aus Zeitgründen ins Glied zurückgetretenen Philip Kowalewski "beerbte". An seiner Seite steht weiterhin Metay Demir als "Co". Zahlreiche Neuzugänge von innen und außen haben die Zahl der Kaderspieler auf 25 hochschnellen lassen. Es wird regelmäßig trainiert, die ersten Spiele konnten erfolgreich bestritten werden, auch steht man wieder im Halbfinale des Kreispokals (allerdings kampflos ;-) ) - Weiter so, Jungs!

Die AH trainiert mittwochs von 19.00-20.30 Uhr auf der Sportanlage in Westergellersen, seine Heimspiele bestreitet das Team ebenfalls in Westergellersen.

Kontakt: Fußball-Obmann Sven Becker, Tel. 0176/55368089.