Wasarirevu 17Erbstorf bestraft Gellerser Fehler eiskalt

Vier Punkte lag der TSVG II nach den letzten erfolgreichen Spielen vor dieser Partie nur noch hinter dem Dritten TuS Erbstorf. Ein Sieg hätte die Schwarz-Gelben wieder in die direkte Nähe zu den ersten vier Tabellenplätzen der 1. Kreisklasse gebracht, die eventuell zum Klassenverbleib nach der Kreisfusion im kommenden Sommer langen könnten. Leider fehlte ein ganzer Haufe Stammkräfte, aber mit Brümmerhoff und Ferner hatte man auch zwei ganz erfahrene Buffer für die Innenverteidigung eingekauft, die in den ersten 45 Minuten mal gar nichts anbrennen ließen. Gut, in den ersten Minuten mussten sich die Schwarz-Gelben hinten bei zwei gefährlichen Ecken erst richtig sortieren, dann passte es aber. Und vorne half der liebe Gott: In der 47. Minute entstand nach einer Gellerser Ecke Gewühl im Erbstorfer Strafraum, Rohde bugsierte das Leder zu Wasarirevu und dieser schob es mit dem Außenrist aus acht Metern ins lange Eck – 1:0, Pause!

Am Gellerser Spiel gab es nichts auszusetzen. Wie gesagt, hinten stand man sicher und die Zweikämpfe nahm man insgesamt gut an. Es lief also. Bis zur 48.. Minute… Bei einem Befreiungsschlag verletzte sich Ferner an der Hüfte und musste ausgewechselt werden. Gellersen stellte um, Erbstorf konnte den Druck erhöhen und nach einem flachen, harten Diagonalball quer durch die Hälfte der Hausherren schaltete Knippa am langen Pfosten schneller als alle anderen – 1:1 (58.). Leider riss die Kette der katastrophalen Gellerser Fehler nicht mehr ab. In der 64. Minute wurde dem TSVG ein Einwurf am eigenen Strafraum zugesprochen, dieser endete nach indiskutabler Ausführung mit dem 1:2 durch Lüdemann – mehr möchte der Verfasser an dieser Stelle nicht mehr dazu sagen…

Gellersen versuchte jetzt mehr nach vorn zu machen. Mehr als Düngefelds Kopfball, der knapp an langen Pfosten vorbei strich (83.) und Wasarirevus Kopfballversuch nach einem Missverständnis in der TuS-Defensive (90. + 2) kam dabei aber nicht mehr heraus. Stattdessen gelang erneut Lüdemann mit einem 35m-Freistoß unmittelbar vor dem Abpfiff sogar noch das 1:3. Blewonska verschätzte sich bei diesem Schuss kolossal...

Fazit: Schade eigentlich. Nach einer starken ersten Hälfte waren die Platzherren nicht dazu in der Lage, die Leistung bis zum Ende zu erbringen. Für die Youngster letztlich eine Lehrstunde und für die Älteren im Kader ein guter Anlass, einmal die PS zu reflektieren, die man auf die Straße gebracht hatte…

Aufgebot TSVG: Blewonska – Zerrath, Ferner, Brümmerhoff, Meyer – Frank, Seen, Thörner, Splinter – Rohde, Wasarirevu. Eingewechselt: S. Kufner, Kleinecke, Düngefeld.