Tietz Tj 15Munteres Scheibenschießen in Wittorf

„Der Sieg für Gellersen ist verdient, da wir uns zu viele individuelle Fehler in der Defensive erlaubten.“ Hut ab vor dieser objektiven Einschätzung der Partie von Wittorfs Coach Reeno Behnke gegenüber luenesport.de! Zuvor war es recht turbulent und mitunter laut und hektisch auf der kleinen Wittorfer Sportanlage zugegangen. Schiri Jürgen Leipe war um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Besonders im zweiten Durchgang kommentierten die MTV-Spieler und Teile der MTV-Bank nahezu jede Entscheidung lautstark, so dass nur wenige der Beteiligten wirklich Spaß an der Veranstaltung hatten.

Hauptaufreger war die rote Karte gegen MTV-Keeper Omar in der 64. Minute. Rohde war aus dem Mittelfeld heraus auf die Reise geschickt worden, der Schlussmann wehrte seinen Schuss außerhalb des 16ers mit der Hand ab, Wittorf plädierte auf Abseits, aber der Pfiff blieb – vermutlich zu Recht – aus. Zu diesem Zeitpunkt führte Gellersen schon deutlich mit 4:1. In der 4. und 12. Minute bereitete Tietz zweimal mustergültig für Rohde vor, der beide Male nervenstark einnetzte. Danach verteidigte Gellersen schwach, musste in der 21. Minute den Anschlusstreffer durch Ejjaaouani schlucken, hatte Glück, dass es zur Pause nur 1:2 stand und konnte dann dem überragenden Tietz danken, der sehenswert für Wasarirevu das 1:3 auflegte (49.) und den TSVG auf die Siegerstraße brachte. Das 1:4 markierte dann wieder der ebenfalls starke Rohde, der Thörners Querpass verwertete (61.).

Die letzte halbe Stunde ging dann trotz Gellerser Überzahl 3:3 aus. Harms in seinem ersten Spiel für die Zweite überlupfte den Wittorfer Ersatzkeeper nach Pass von Wasarirevu zum 1:5 (69.), dann verwandelte Goldschmidt einen höchst fragwürdigen Strafstoß zum 2:5 (70.). Goulinko nutze das Durcheinander in der TSVG-Abwehr gleich noch zum 3:5 (75.), ehe Notzke nach Vorarbeit von Wasarirevu den Ball aus 18 Metern perfekt traf und sehenswert zum 3:6 ins lange Eck einnetzte (77.). Goulinko rammte auf der anderen Seite ebenso schön das Leder aus 20 Metern zum 4:6 flach ins Eck. Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute erneut Wasarirevu. Die Vorarbeit stammte zum vierten Mal von Tietz, Kenny musste nur noch zum 4:7 ins leere Tor treffen.

Fazit: 12 Spieler der Zweiten, teilweise komplett untrainiert, eine Aushilfe aus der Dritten und Trainer Lohmann standen gegen Wittorf zur Verfügung. Da man in dieser Konstellation zu wenig Power hatte und sich zudem nicht an die taktischen Vorgaben hielt, war das Ergebnis folgerichtig. Aber eben verdient – Behnke hatte Recht.

Aufgebot TSVG: Blewonska – Notzke, Struwe, Zerrath, Meyer – Tj. Tietz, Twesten, Seen, Thörner – Rohde, Harms. Eingewechselt: S. Kufner, Wasarirevu, Lohmann.