Meyer J 17Eine Unachtsamkeit kostet Punkt

85. Spielminute: Freistoß für den TSVG II weit in der Scharnebecker Hälfte. Die Schwarz-Gelben sind weit aufgerückt, der Ball kommt herein, zu wenig aktion in der Box, der Keeper kann den Ball abfangen und abschlagen. Über zwei Stationen landet das Spielgerät vor dem Gellerser Strafraum bei Torjäger H. Hagemann. Der lässt sich nicht lange bitten und netzt volley zum Scharnebecker Sieg ein.

Vorher hatten die konditionell nicht unbedingt glänzend aufgestellten Gellerser eigentlich alles richtig gemacht. Die Defensivtaktik wurde sehr gut umgesetzt, alle Spieler hängten sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten rein. Man hatte zwar auch Glück bei zwei Scharnebecker Abschlüssen, die in Durchgang zwei an Pfosten (Hagemann/ 61.) und Latte (Freistoß Menzel/ 67.) landeten, aber dieses Glück verdiente man sich auch durch engagiertes Spiel. Und es gab sogar gute Chancen, um selbst in Führung zu gehen: Rybakowski steuerte nach 16 Minuten nach einem SVS-Defensivfehler allein auf das Tor zu, schoss aber mit links knapp rechts daneben. Und nach 56 Minuten wurde Rybakowski im Scharnebecker 16er von einem erneuten Fehler überrascht und konnte aus Nahdistanz nur noch Torhüter Pfemfert anschießen.

Scharnebeck hatte außer einer Direktabnahme von Menzel in der 17. Minute, die Keeper Rohde überragend parierte, keine weiteren wirklich guten Möglichkeiten. Durch die geschickte Raumaufteilung der Platzherren in der Abwehr versuchte man es im Spielaufbau überwiegend mit hohen Bällen zentral an den Strafraum auf Hagemann und Rutz, aber diese konnten fast vollständig entschärft werden. Leider fehlte den Gellersern in der Offensive an diesem Tag die Power. Es machte sich bemerkbar, dass durch das beginnende Ausbildungsjahr diverse Spieler eigentlich gar nicht mehr trainieren können und nur noch zu den Spielen anreisen. Somit gewann die SVS letztlich auch verdient.

Lichtblick des Tages war Youngster Pascal Rohde. Eigentlich gelernter Stürmer, vertrat er den am Knie verletzten Krahmer zwischen den Pfosten und zweigte eine bärenstarke Leistung. Mit Meyer in der Außenverteidigung verdiente sich ein weiterer ehemaliger U19er Bestnoten.

Aufgebot TSVG: Rohde – Notzke, Twesten, Struwe, Meyer – S. Kufner, D. Breskas, Zerrath, Frank – Tj. Tietz, Rybakowski. Eingewechselt: Wasarirevu, Thörner.