Zweite 1718 kleinDies Spiel hatte keinen Sieger verdient

„Heute war es an der Linie extrem anstrengend“, fasste Coach Thore Lohmann nach dem Abpfiff das Aufeinandertreffen seines TSV Gellersen II mit dem Aufsteiger TSV Bardowick II zusammen. Von beiden Seiten war es alles andere als ein ansehnliches Fußballspiel, Fehler wurden zuhauf gemacht, Zudem ließ Schiri Bär insgesamt 103 Minuten spielen – und stellte die Geduld von Bank und Zuschauern damit zusätzlich auf die Probe.

Eigentlich hatte diese Partie in Bardowick stattfinden sollen. Der Platz dort war durch den Dauerregen jedoch so aufgeweicht, dass man das Heimrecht tauschen musste. Ein Vorteil für den TSVG? Keinesfalls. Wenn man in der ersten Halbzeit überhaupt von herausgespielten Torchancen sprechen konnte, dann hatte diese der Gast aus Bardowick.

Klepatz konnte freistehend eine Hereingabe aus 5 Metern nicht verwerten (31.), Meister scheiterte im 1-gegen-1 am Fuß von Gellersens Keeper Krahmer (38.) und aus Albrechts 20m-Freistoß wurde eine Beute des Torhüters (40.). Erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs passierte etwas im Strafraum der Gäste. Zunächst klatschte Kufners weite Hereingabe von links auf die Latte (37.), dann vergab Notzke allein vor Keeper Taegtow nach einem Solo und Wasarirevu verpasste den möglichen Nachschuss aus aussichtsreichen Position (44.). Als alle von einem (glücklichen) torlosen Unentschieden zur Halbzeit ausgingen, schlug Gellersens Tormaschine zum ersten Mal zu: 30 Meter vor dem gegnerischen Tor gewann Rybakowski ein Kopfballduell, der Ball gelangte zu Wasarirevu, der spielte am 16er quer, Rybakowski ließ einen Gegner stehen und netze aus 11 Metern zur Gellerser Führung ein (45.+ 3).

Sicherheit brachte dieser Treffer allerdings nicht in die Aktionen der Gastgeber. Aus einem zu kurzen Befreiungsschlag von Keeper Krahmer rersultierte nach 51 Minuten dann auch „endlich“ der Bardowicker Ausgleich. Nach weiteren „unglücklichen“ Abwehraktionen vor dem Strafraum konnte Bastian schließlich aus halbrechter Position flach unten rechts zum 1:1 treffen (51.).

Nun plätscherte das Spiel so vor sich hin. Gellersen erspielte sich ganz wenige weitere Möglichkeiten, Bardowick gar keine mehr. Trotzdem fiel der Siegtreffer erneut überraschend. Und erneut konnte sich Rybakowski in die Torschützenliste eintragen – wer auch sonst? Er war der einzige Spieler an diesem Tag mit Normalform… Nach einem Doppelpass mit Struwe ließ sein Gegenspieler den Ball in zentraler Position durchrutschen, Rybakowski steuerte allein auf das Tor zu und schob aus 14 Metern flach ein – 2:1 (81.). In den folgenden 16 Minuten ergaben sich noch einige vielversprechende Kontermöglichkeiten für den TSVG, die alle kläglich vergeben wurden. Exemplarisch sei hier nur die 94. Minute erwähnt, in der Twesten nach einer scharfen Hereingabe von Rybakowski aus 4 Metern an Keeper Taegtow scheiterte.

Aufgebot TSVG: Krahmer – Notzke, D. Breskas, Zerrath, Meyer – S. Kufner, Twesten, Hein, Splinter – Wasarirevu, Rybakowski. Eingewechselt: Thörner, Struwe, Rohde.