Struwe 15Zweite hat den längeren Atem

Robust in der Zentralen, dynamisch über die Flügel – so sollte die Zweite nach dem Willen ihrer Trainer beim Kreisligaabsteiger Brietlingen auftreten und die Punkte einsacken. Die Zwillinge Struwe und Twesten bildeten dazu das Innenverteidigerpaar, Seen und Rybakowski starteten als Sechser. Und obwohl alle Abstände vom Anpfiff an irgendwie immer zu groß waren, hätte Rohde seine Farben bereits nach 8 Minuten in Führung bringen können, er fand im 1-gegen-1 aber in TuS-Keeper Peters vorerst seinen Meister.

Leider spielte Gellersen mit angezogener Handbremse, selten hatte man im Mittelfeld den Zugriff. Doch die Führung gelang dennoch, wenn auch unter gütiger Mithilfe der Gastgeber. Tietz setzte sich auf dem linken Flügel durch, passte scharf in die Mitte und TuS-Verteidiger Siebers veredelte die Rinde – 0:1 (12.). Sehr sehenswert war dann Notzkes 0:2. Nach einem Foul an Rybakowski 20 Meter vor dem Kasten schnappte er sich das Leder und führte den fälligen Freistoß schnell aus – sein Schuss schlug unhaltbar im linken Giebel ein (23.). Je länger die erste Halbzeit dann aber dauerte, desto fahriger wurde das Gellerser Spiel. Die Führung der Schwarz-Gelben schien eher die Brietlinger zu motivieren. Immer wieder landeten weite Flanken im TSVG-Strafraum, zum Glück aber ohne jegliche Präzision. Nur bei Strickers Schuss aus dem Halbfeld musste Keeper Krahmer zur Stelle sein, trotz Irritation durch einen Stürmer hielt er stark (38.). Dennoch gelang dem TuS noch vor der Pause der Anschlusstreffer. In einer weiteren Drucksituation holte Seen seinen Gegenspieler im 16er von den Beinen, zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff verwandelte Grahm zum 1:2 vom Punkt.

Die Gellerser zogen ihre Lehren aus diesem Gegentreffer leider nicht, so wurden die ersten zwanzig Minuten der zweiten Spielhälfte recht arbeitsreich für die Defensivabteilung. Konter sorgten eher selten für Entlastung. Erste ein Megaabschlag von Krahmer brachte die Entscheidung: Am Brietlinger Strafraum war Rohde gedankenschneller als Keeper Peters, erreichte den Ball einen Moment eher und lupfte ihn über den Schlussmann hinweg zum 1:3 in die Maschen (64.). Als dann auch noch nur drei Minuten später Tietz von links herein gab, drei Gellerser allein vor dem TuS-Tor standen und Frank den Ball zum 1:4 versenkte, war der Drops natürlich gelutscht. Tietz (73.), Seen (80.) und Notzke (90.+3) hätten das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können, letztlich änderte sich am Spielstand aber nichts mehr.

Fazit: Leider machten unsere Jungs den Gegner zwischendurch durch langsame und wenig konsequente Spielweise wieder stark. In den entscheidenden Situationen war man hinten wie vorn aber zur Stelle, so geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung.

Aufgebot TSVG: Krahmer – Notzke, Twesten, Struwe, Meyer – Tj. Tietz, Seen, Rybakowski, Splinter – Rohde, L. Bergmann. Eingewechselt: M. Demir, Hein, Frank.