Zweite 1718 kleinStürmertore am laufenden Band

In der vergangenen Spielzeit wäre der MTV Handorf II vom Papier her eigentlich in die 3. Kreisklasse abgestiegen, der TSV Gellersen II schrammte zur gleichen Zeit nur denkbar knapp am Kreisligaaufstieg vorbei – somit gab es in dieser Pokalpartie am Mittwochabend nur einen Favoriten: Die Gäste. Und der Klassenunterschied wurde auch sehr schnell deutlich, selbst wenn es bis zur 22. Minute dauerte, ehe Gellersen dann auch in Führung ging.

 Seens Sturm in den MTV-Strafraum konnte die Heimdefensive nur mit einem Foul stoppen – Co-Trainer Kleinecke verwandelte sicher zum 0:1. Die Gäste spielten immer wieder konsequent über die Außen und waren so nur schwer zu verteidigen. Die Folge: Rybakowskis 0:2 per Abstauber nach Schuss von Rohde (28.) und Rohdes Hattrick innerhalb von sieben Minuten zum 0:3 (35./ Kopfball nach Ecke Notzke), 0:4 (41./ Abstauber nach Schuss Splinter) und 0:5 (42./ nach verunglücktem Abschluss Rybakowski). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war Keeper Blewonska dann auf dem Posten und klärte einen 18m-Drehschuss von Tönjes (45.+3).

In der Pause wechselte der TSVG drei Mal (Prange, Kufner, Hein) und beide Teams boten den Zuschauern noch einiges für ihr Geld. So setzte Seen einen Hammer-Kopfball heftigst an die Latte (49.), verwandelte Kapitän Rybakowski einen direkten Freistoß vom linken 16er-Eck (58.) und parierte Blewonska innerhalb von Sekunden gleich mehrfach mit vollem Körpereinsatz gegen diverse MTV-Stürmer (61.). Das körperliche Engagement in der Abwehr sollte sich auch in der Folgezeit für die Gäste auszahlen. Handorf setzte alles auf Offensive, hätte in der 62. und 78. Minute verkürzen können, wurde aber stark verteidigt und jeweils durch Seen zum 0:7 (Vorlage Kufner) und 0:8 (Vorarbeit Rybakowski) klassisch ausgekontert.

Der MTV hatte sein Pulver nun endgültig verschossen, Gellersen hingegen konnte noch zulegen und machte es am Ende sogar zweistellig. Frank vollendete Splinters scharfe Hereingabe am kurzen Pfosten zum 0:9 (81.), Rohde machte den Sack mit seinem vierten Tor des Tages zu, traf auf Pass von Seen aus 18 Metern flach ins Eck.

Fazit: Eine durch die Bank solide Leistung aller Gellerser 14 Akteure machte einen Klassenunterschied deutlich. Überwiegend blutjunge Kicker trugen sich in die Torschützenliste ein, alle Stürmer trafen mehrfach – so soll es sein.

Aufgebot TSVG: Blewonska – Notzke, Kleinecke, Zerrath, Meyer – Frank, Warsitzka, Seen, Splinter – Rohde, Rybakowski. Eingewechselt: Prange, Kufner, Hein.