Wasarirevu 17Sieben Tore durch 18-jährige!

Im zweiten Heimspiel der Saison traf der TSVG II in Westergellersen auf den Aufsteiger TSV Mechtersen/Vögelsen II. Bereits vor einem Dreivierteljahr hatte man im Reservenpokal einmal die Klingen gekreuzt, damals hatten die Schwarz-Gelben deutlich gewonnen. Ein ähnliches Ergebnis wurde auch jetzt im Punktspiel angestrebt. Zwar musste die Innenverteidigung nach Kleineckes Verletzung in der Vorwoche umgebaut werden, aber mit Koplin aus der Alten Herren konnte ein adäquater „Ersatz“ gefunden werden. Ausreichend Beschäftigung fand sich für ihn über die 90 Minuten eher selten.

„Tor fallen durch Fehler“ – diese Weisheit bewahrheitete sich einmal mehr an diesem Tag. Denn Mechtersen machte diverse in der Defensive und der TSVG wusste sie eiskalt zu nutzen. Nach einem Lattentreffer von Messaoud (5.) begann der Reigen auf der anderen Seite in der 7. Minute: Kapitän Rybakowski eroberte den Ball an der Mechterser Strafraumgrenze von einem Abwehrspieler, steuerte auf Keeper Peters zu und vollendete flach aus 11 Metern zur 1:0-Führung. Nur wenig später der nächste Ballverlust. Diesmal war Seen im Mittelfeld der Nutznießer, seine Auflage mit 16er nutze erneut Rybakowski per Direktabnahme zum 2:0 (12.). Auch das 3:0 ging von Seen aus – seinen Steilpass nahm Rohde auf und schob flachg an Peters vorbei ein (28.). Kurioser war das 4:0: Demir schlug einen weiten Ball zentral vor den Mechterser Strafraum, der Keeper lief heraus und verpasste das Spielgerät, Rybakowski hatte frei Bahn und markierte seinen dritten Treffer des Tages (36.).

Nach dem Wiederanpfiff verlief die Partie trotz Gellerser Überlegenheit sehr zerfahren. Es gab zwar die eine oder andere Möglichkeit, aber Geburtstagskind Wasarirevu blieb es vorbehalten, das 5:0 zu erzielen. Notzke zirkelte einen Freistoß vom rechten 16er-Eck in den Torraum, der Neuzugang aus Zimbabwe musst nur noch den Kopf hinhalten (76.). Beim 6:0 gelang Demir ein weiterer Scorerpunkt: Einen Abschlag vom Mechterser Tor köpfte er direkt zurück in den Strafraum, Rohde schaltete schneller als Ersatz-Keeper Dittmer und bugsierte das Leder in die Maschen (80.). Richtig schick wurde es dann nur zwei Minuten später. Notzke setze sich auf der linken Seite auf die Grundlinie durch, flankte schön in die Mitte auf Rohdes Schädel, der aus 6m gegen die Laufrichtung des Keepers einnickte und ebenfalls zum dritten Mal traf (7:0/ 82.). TSVG-Keeper Krahmer konnte man anschließend anmerken, wie wichtig ihm das „zu Null“ war. In einer 1-gegen-1-Situation riskierte er Kopf und Kragen und konnte den Ehrentreffer der Gäste verhindern (85.). Dafür setzte auf der anderen Seite ein weiterer Youngster den Schlusspunkt unter die Partie. Tietz schickte Bergmann steil, der steuerte allein auf den Keeper zu und markierte nervenstark den 8:0-Endstand (90.+1).

Fazit: Das war kein schönes Spiel, in vielen Aktionen spielten die Gellerser sehr oberflächlich – aber in einigen auch genau so, wie es sein soll: Denn nahezu alle Torchancen wurden genutzt. Und sieben der acht Tore erzielten 18-jährige…

Aufgebot TSVG: Krahmer – Notzke, Koplin, Zerrath, Meyer – L. Bergmann, M. Demir, Seen, Splinter – Rohde, Rybakowski. Eingewechselt: Wasarirevu, Tj. Tietz, D. Breskas.