Prange 14Ordentliche Leistung, keine Punkte

Im Auswärtsspiel beim Tabellenzeiten Thomasburger SV gelang es dem TSVG II nicht, noch ein letztes Mal Einfluss auf das Aufstiegsrennen zu nehmen. Zwar waren die Personalsorgen des Treubund-Spiels unter der Woche Geschichte, dennoch langte es für die Schwarz-Gelben trotz couragierter Leistung nicht zu etwas Zählbaren. Obwohl das durchaus verdient gewesen wäre.

Im ersten Durchgang agierten die Gäste dabei eigentlich nicht wie geplant. Insgesamt verhielt man sich zu passiv und setze den Thomasburger SV, der jeden Punkt im Kampf um den Aufstieg benötigte, zu selten zwingend unter Druck.

So besaßen die Gastgeber auch die besseren Möglichkeiten: Während Blewonska in der 3. Minute noch einen Kopfball von Hofmann mit einem Reflex zur Ecke klären konnte, war er in der 20. Minute gegen Schumachers Flachschuss machtlos, nachdem diesen drei Gellerser Abwehrspieler nicht am Abschluss aus 14 Metern hindern konnten. Das 1:0 zur Pause war verdient.

Die Gellerser wachten erst auf, als Abwehrroutinier Struwe eine weite Freistoßhereingabe mustergültig einköpfte – leider zum 2:0 auf der falschen Seite (55.). Jetzt endlich baute man den Druck auf, der es von Anfang an hätte sein sollen. Folgerichtig fiel der Anschlusstreffer: Bergmann passte auf Rybakowski im 16er, der legte am Torraum quer auf Prange, 2:1 (58.). Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. Blewonska musste gegen einen Schumacher-Kopfball noch einmal seine ganze Klasse aufbieten (61.), auf der anderen Seite klatschte eine Frank-Hereingabe abgefälscht an den Innenpfosten (80.).

Leider rückte nun der unparteiische immer weiter in den Fokus der Partie. Nahezu jeder Zweikampf wurde unterbunden, richtig interessant waren auch diverse Abseitsentscheidungen, die aus sicherer Entfernung „zielsicher“ getroffen wurden. Als die Gellerser aufmachten, fuhr Thomasburg einen Konter, den der an diesem Tag überragende Schumacher zum 3:1 abschloss (87.). Trotzdem steckte Gellersen nicht auf und erzielte im direkten Gegenzug den 2:3-Anschlusstreffer durch Prange. Dachten zumindest alle. Nur der Schiri hatte etwas dagegen und krönte seinen Tag mit seiner wohl abstrusesten Abseitsentscheidung. Nach siebenminütiger Nachspielzeit war dann Ende. Große Erleichterung auf Seiten der Thomasburger und – verständlich – Enttäuschung auf der Gegenseite. Denn das Spiel war knapper als das Ergebnis es aussagte.

Lichtblick bei den Schwarz-Gelben: Nur einen Tag nach seinem 18. Geburtstag gab Lennart Bergmann mit einer starken Leistung seinen Einstand im Herrenbereich. Weiter so!

Aufgebot TSVG: Blewonska – Notzke, D. Breskas, Kleinecke, Struwe – Zerrath, M. Demir, Trumann, Frank – Rybakowski, Bergmann. Eingewechselt: Prange, S. Becker, Claaßen.