Zweite 1617 neuxAdendorf körperlich zu stark

An manchen Tagen kann man irgendwie machen, was man will – es kommt nichts Vernünftiges dabei heraus. So geschehen beim Heimspiel der 2. Herren gegen den TSV Adendorf. Letztlich völlig verdient kassierten die Mannen um Coach Thore Lohmann ihrer dritte Saisonniederlage und verspielten wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze.

Natürlich gab es auch vor dieser Partie eine taktische Marschrichtung, die in der Mannschaftsbesprechung ausgiebig erläutert wurde. Alles klar soweit – bis zum Anpfiff. Planloses Gebolze trat an die Stelle eines durchdachten Vorgehens.

 Hinzu kamen viele individuelle Fehler, gepaart mit guten Ratschlägen für den Nebenmann. Kein gutes Zeugnis für ein angeblich ambitioniertes „Team“. Trotzdem besaßen die Gellerser gegen eine körperlich enorm starken und bis in die Haarspitzen motivierten Gegner im ersten Durchgang noch die besseren Chancen. Zählbares kam dabei leider nicht heraus. Stattdessen lud man den Gast unmittelbar vor dem Wechsel zur Führung ein. Ballverlust auf der rechten Mittelfeldseite, kein Nachsetzen, kein Wille, den verdaddelten Ball selbst wiederzuholen. So konnte Dahar allein auf Keeper Blewonska zusteuern und hoch in die Maschen vollenden – 0:1 (45.+1).

Den einen motiviert ein solches Missgeschick zu einem solch ungünstigen Zeitpunkt, den anderen halt nicht. Da es taktisch nicht klappte, sollte jetzt mehr Wert auf den Kampf gelegt werden, zumal man nach dem Wechsel gegen den böigen Wind spielen musste – um es vorweg zu nehmen, mehr als zwei Halbchancen (Freistoß Notzke auf den kurzen Pfosten, Keeper hält im / 71., Einzelaktion Tietz, Claaßens Abschluss aus Nahdistanz wird zur Ecke geblockt/ 83.) kamen für die Platzherren nicht mehr heraus. Und so musste Adendorf nur seine Linie treu bleiben und als die Gellerser in den letzten 5 Minuten von einer 4er-Kette auf eine 3er-Reihe in der Defensive umstellten, eine der sich bietenden Kontermöglichkeiten nutzen. Kopp vollendete im zweiten Versuch (0:2/ 86.). In der siebenminütigen Nachspielzeit konnte Rybakowski immerhin noch auf Flanke von Notzke zum 1:2-Endstand verkürzen.

Aufgebot TSVG: Blewonska – Notzke, S. Kufner, Kleinecke, Struwe – Tj. Tietz, Claaßen, Trumann, Prange – Rybakowski, Leonhardt. Eingewechselt: Frank, Rohde.