Krahmer 16Gegen Abstiegskandidaten nicht mit Ruhm bekleckert...

Mehr als einen Zu-Null-Sieg und drei Punkte gibt es beim Fußball nicht zu gewinnen. Aber manchmal ist auch noch das „Wie“ entscheidend. Gegen den faktisch bereits abgestiegenen MTV Soderstorf tat sich der TSV Gellersen II in seinem Heimspiel über 90 Minuten schwer und hätte sich aufgrund der eigenen Spielweise nicht nur über Gegentore, sondern auch über Punktverluste nicht beklagen dürfen...

Zum Glück hatten die Platzherren aber einen überragenden Debütanten auf ihrer Seite: Nils Krahmer hütete erstmals das Tor der Zweiten und bügelte selbst die haarsträubendsten Patzer seiner Vorderleute souverän aus. So kam es auch, dass der TSVG nur mehr oder weniger eine Torchance besaß und der MTV derer drei und es zur Halbzeit trotzdem 1:0 für Schwarz und Gelb stand. Denn nach 20 Minuten spielte Prange einen 40-Meter-Freistoß von rechts genau auf den Kopf von Struwe, der gegen die Laufrichtung des MTV-Keepers unten rechts einköpfte.

Trotz bester Vorsätze wurde es auch nach dem Wechsel nicht wirklich besser. Gellersen spielte nicht annähernd souverän und dem MTV fehlten letztlich einfach nur die Mittel. Paradebeispiel war der Abschluss eines Gästestürmers, der gut 10 Minuten vor dem Ende frei vor Krahmer das 1:1 hätte erzielen müssen, statt dessen aber nur das Spielgerät in die Vorgärten der Nachbarschaft drosch. Und die liegen bekanntlich auf der anderen Straßenseite… Die Platzherren warteten eigentlich nur mit zwei ansehnlichen Aktionen auf: In der 79. Minute steckte Tietz schön für Amsinck durch, der aus 11 Metern an Keeper Müller scheiterte. Und zwei Minuten vor dem Ende wühlte sich Notzke sehenswert an der linken Eckfahne durch, flankte in die Mitte auf Frank, der direkt mit links abnahm und unhaltbar unter die Latte zum 2:0-Endstand traf.

Fazit: Auf dieser Leistung kann sich niemand ausruhen! Nur die wenigsten Gegner werden zukünftig solche Einladungen ausschlagen, wie sie die Gellerser Hintermannschaft gegen Soderstorf ausgesprochen hat.

Aufgebot TSVG: Krahmer – Tj. Tietz, D. Breskas, Zerrath, Prange – Notzke, Hein, Trumann, Frank – Johst, Struwe. Eingewechselt: S. Kufner, Claaßen, Amsinck.