Lohmann T 2012Endstation Halbfinale…

Am Ostersamstag unterlag der TSVG II auf eigenem Platz im Reservenpokal-Halbfinale dem TuS Barendorf II mit 1:2. Auch Tage nach dem Abpfiff wusste noch niemand so Recht, wie dieses Spiel eingeordnet werden sollte. War es Pech? Oder doch eher Unvermögen? Oder was führte zu dieser unnötigen und unerwarteten Niederlage?

Die Platzherren kamen zunächst besser in die Partie und hielten die Zügel fest in der Hand. Zwar ergaben sich zunächst keine zwingenden Chancen, dennoch besaß Gellersen ein klares Übergewicht. So war das 1:0 in der 21. Minute auch folgerichtig: Einen Schuss von Rybakowski konnte ein TuS-Verteidiger nur per Handspiel auf der Torlinie abwehren – Strafstoß. Twesten verwandelte sicher zur Führung. Wenig später zirkelte Notzke einen Freistoß vom 16er-Eck auf die Kiste, Keeper Hein konnte gerade noch zur Ecke klären (25.).

Nun begannen sich die Gellerser, auf ihren vermeintlichen Lorbeeren auszuruhen. Zudem unterliefen immer mehr individuelle Fehler beim Passspiel und der Ballannahme – und der TuS entdeckte sein Kämpferherz. In den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte berannten die Barendorfer das Gellerser Tor. Und aus dem Nichts – aber sicher nicht unverdient – gelang Meyer der Ausgleich: Schnell ausgeführter Freistoß von Schulz in die Gasse, absolut indiskutables Zweikampfverhalten in der TSVG-Deckung, Meyer kann den Ball kontrollieren und trifft aus der Drehung ins lange Eck (1:1/ 38.). Und hätte Blewonska bei einem Kopfball von B. Spiller (41.) nicht noch einen absoluten Weltklassereflex ausgepackt, wären die Platzherren sogar mit einem Rückstand in die Kabine gegangen. Von dem Schuss von Schulz, der eine Minute später auch noch die Latte touchierte gar nicht zu sprechen…

A propos „Latte“ – diese Torbegrenzung sorgte nach dem Wiederanpfiff für fast schon tragische Szenen. Der TSVG hatte jetzt den Wind im Rücken und so wurde jede Ecke und jede Flanke brandgefährlich. Zwischen der 49. und 54. Minute klatschten nicht weniger als fünf (!!) Gellerser Bälle an den Barendorfer Querbalken. Notzke, Breskas, Prange und Twesten hatten mit ihren Schüssen und Kopfbällen irgendwie einfach nur Pech.

Und da das Abwehrverhalten der Platzherren gerade bei schnellen Angriffen des TuS über die linke Seite immer wieder nur als völlig unzureichend bezeichnet werden konnte, ging schließlich nicht der TSVG, sondern Barendorf in Führung. Hof lief in der 62. Minute von außen quer in den Gellerser Strafraum und traf unbedrängt aus zentraler Position ins rechte untere Eck – 1:2!

Bis zum Schlusspfiff war Gellersen bemüht, noch etwas Zählbares herauszuholen. Die Fehlerquote war aber einfach viel zu hoch. Und am Ende siegten die Barendorfer Kampfkraft und Motivation. Bezeichnend: Noch in der 95. Minute konnte Rybakowski einen Torschuss ansetzen. Der TuS-Keeper war bereits geschlagen, aber Kiebach klärte per Kopf auf der Linie…

Aufgebot TSVG: Blewonska – Notzke, D. Breskas, Kleinecke, Prange – Frank, Twesten, Trumann, Hein – Rybakowski,, Tj. Tietz. Eingewechselt: S. Kufner, M. Demir, Zerrath.