Prange 1480 Minuten Top, 10 Minuten Chaos

Gegen den TuS Barendorf II fuhr der TSV Gellersen II seinen neunten Saisonsieg ein. Dabei bestimmte man wie so oft über weite Strecken das Spiel, wie so oft hatte man zwischendurch aber auch wieder eine Schwächephase zu überstehen, in der der TuS - trotzt 0:2-Rückstands – mit etwas mehr Fortune mindestens den Ausgleich hätte erzielen können.

Die erste Halbzeit blieb zunächst ohne große Höhepunkte. TuS-Stürmer Hof traf nach einem Steilpass, der die Gellerser Abwehr aushebelte, aus spitzem Winkel den Außenpfosten (17.). Die Gastgeber kontrollierten das Spiel und setzten über außen immer wieder Akzente, eine wirkliche Torchance ergab sich aber erst in der 35. Minute. Twesten fing einen Konter ab, Thörner leitete den Ball am 16er weiter auf Leonhardt, der genug Platz und Zeit hat, sich das Spielgerät auf seinen starken Fuß zu legen und zum 1:0 unten links einzunetzen. Thörner selbst hätte nur eine Minute später die Führung ausbauen müssen, nach einem starken Konter über links schoss er aber aus 10 Metern freistehend daneben.

In der zweiten Hälfte brachte ein Riesen-Abwehrpatzer der Barendorfer den TSVG dann scheinbar endgültig auf die Siegerstraße. Ein katastrophaler Querpass durch den eigenen Strafraum ging weit an Keeper Neumann vorbei, Prange ersprintete das Leder und versenkte es aus 7 Metern zum 2:0 (55.). Der TuS setzte nun alles auf eine Karte und traf mit einem Heber von Spiller im Anschluss an eine Ecke zunächst nur das Lattenkreuz (58.). Als Breskas nur 60 Sekunden später im 16er zu ungestüm in einen Zweikampf ging, entschied Schiri Liesener zu Recht auf Strafstoß – Bergmann ließ Brose im Gellerser Tor keine Chance (2:1/ 59.). Obwohl Leonhardt im direkten Gegenzug nach einem Konter die Riesenchance hatte, wieder den alten Abstand herzustellen, freistehend aus zentraler Position aber über die Querlatte zielte, ging es in der Gellerser Defensive für einige Minuten doch drunter und drüber. In der 64. Minute musste Brose zunächst gegen Bergmann sein ganzes Können aufbieten, um eine „Hundertprozentige“ zu vereiteln, dann drosch Innenverteidiger Twesten bei dem anschließenden Klärungsversuch den Ball auch noch in die Visage, von dort flog er ins Seitenaus. Auch in der 65. Minute musste Twesten noch mal klären, als eine Bogenlampe von Schulz unhaltbar für Brose über die Linie zu fliegen drohte (65.).

Dem Drama machte Leonhardt in der 69. Minute zum Glück ein Ende. Prange drosch einen weiten Freistoß von rechts auf den zweiten Pfosten, dort stand die Leihgabe aus der Ersten goldrichtig, nahm den Ball an und verwandelte aus Nahdistanz zum 3:1. Jetzt hatte Gellersen wieder alles im Griff. In Minute 78 tat Johst schließlich noch das, was er meistens nach seine Einwechslung tut – er markierte nach schöner Kombination über Twesten und Struwe noch in der Minute seiner Hereinnahme das 4:1. Unhaltbar war am Ende dann das Tor zum 4:2-Endstand durch Spilker eine Minute vor dem Ende. Eine harte Hereingabe köpfte er aus 14 Metern gegen die Laufrichtung von Brose an die Lattenunterkante und schließlich in die Maschen.

Fazit: Mit Glück und Geschick 10 Minuten Chaos überstanden, 80 Minuten gut gespielt und drei wichtige Punkte eingesackt!

Aufgebot TSVG: Brose – S. Kufner, Twesten, D. Breskas, Struwe – Tj. Tietz, S. Becker, Thörner, Prange – Blewonska, Leonhardt. Eingewechselt: Johst, Frank, Rybakowski.