Frank 2 16Mit Anlaufzeit zum Sieg

Mit zwei unterschiedlich starken Halbzeiten und am Ende der mit dem Gegner verglichenen größeren Cleverness kam der TSV Gellersen II beim TSV Adendorf alles in allem zu einem verdienten 3:1-Sieg. Deutlich absetzen und spielerisch den Ton angeben konnte man dabei allerdings nie. Perfekt: Bereits der erste Gellerser Torschuss traf ins Schwarze. Ausgerechnet Frank, der seit Wochen vorbildlich für das Team ackerte, gelang der sehenswerte Treffer aus 18 Metern mit links in den rechten Giebel. Dies Erfolgserlebnis nach Vorarbeit von Prange hatte er sich wirklich verdient (7.).

 

Leider setzte sein Team nicht nach, in der ersten Spielhälfte sollte es sogar die einzige Gellerser Möglichkeit bleiben. Dafür hatte man mit dem schnörkellos nach vor spielenden Gegner, der in Person seiner Offensivkräfte immer wieder nach langen Bällen den direkten Weg zum Tor suchte, immens große Schwierigkeiten. So langten ein einziger Stellungsfehler in der Innenverteidigung und eine Adendorfer Kopfballverlängerung an der Mittellinie, Neiden steuerte in Minute 17 allein auf Brose zu und traf zum 1:1. Und auch anschließend wurde es noch 1-2 Mal richtig brenzlig im Gellerser Strafraum, die Adendorfer konnten ihre Chancen aber nicht nutzen.

Die Stürmer und große Teile des Gellerser Mittelfelds hingen fortwährend in der Luft und konnten keinen Druck aufbauen. Hierfür waren die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen einfach zu groß. Die Gellerser Verantwortlichen korrigierten dies in der Halbzeitansprache, das Team sollte nun defensiver und kompakter stehen und selbst auf Konter lauern – dieser Plan ging auf. Die junge Adendorfer Truppe brachte nun nur noch lange Bälle in den Gellerser 16er. Bis auf eine Kopfballchance für Kopp, die Brose sicher hielt (79.), brachte dies aber nichts mehr ein.

Gellersen stellte sich im Vergleich dazu wesentlich cleverer an. Ein schneller Angriff in der 61. Minute über die rechte Seite brachte den TSVG auf die Siegerstraße. Prange setzte Frank am 16er in Szene, Pass auf Struwe, der das Leder am Keeper vorbei in die Maschen spitzelte – 1:2. Wenig später hätte Struwe schon alles klar machen müssen, doch in der 69. Minute wurde er nach einem Steilpass in letzter Sekunde abgedrängt und verzog knapp. Dies holte der eingewechselte Notzke dann in der Schlussphase nach. Twesten führte einen Freistoß schnell aus, Tietz spielte von der Grundlinie scharf in die Mitte, Notzke war am ersten Pfosten den berühmten Schritt schneller und traf zum 1:3-Endstand (82.).

Aufgebot TSVG: Brose – S. Kufner, Twesten, D. Breskas, Prange– Zerrath, Trumann, Lu. Thörner, Frank – Struwe, Blewonska. Eingewechselt: Notzke, Rybakowski, Tj. Tietz.