Prange 14Zweite macht sich das Leben selbst schwer

Nach Siegen in Meisterschaft und Pokal traf der TSVG II in Barendorf vermeintlich auf eine weitere hohe Hürde. Denn auch der gastgebende TuS II war bis zu diesem Zeitpunkt noch ohne Niederlagen, stand in der Meisterschaftstabelle mit vier Punkten sogar noch vor den Gellersern. „Druck ausüben von Anfang an" war die Devise, die Coach T. Lohmann vor der Partie ausgab – dies taktische Mittel brachte am Ende auch den Sieg, es war aber letztlich mühsamer als nötig...

Vom Anpfiff weg schien der TuS zunächst das wachere Team zu sein. Nach nur 2 Minuten verstolperte Liegmann eine recht gute Schusschance, Stolinski scheiterte nach 10 Minuten mit einem Konter an Keeper Johst. Dann kam Gellersen aber besser in Fahrt, setzte zunächst durch Tietz (11.) und Struwe (23.) offensive Akzente, um in der 27. Minute durch Trumann verdient mit 1:0 in Führung zu gehen: Einwurf von links auf Tietz, der legt am 16er zurück und Trumann findet mit der Innenseite unten links die Lücke. Nach einem starken Kopfball von Claaßen, der nur um Zentimeter am TuS-Gehäuse vorbei strich (37.), sorgten die Platzherren selbst für den nächsten Gellerser Treffer: Tietz brachte eine Ecke von rechts flach auf den ersten Pfosten, Labeth lenkte das Leder in die eigenen Maschen – 0:2 (41.). Alles lief wie geplant.

Leider kam nach dem Seitenwechsel eine Phase, in der Gellersen den Sack schlichtweg nicht zumachte. Tietz und vor allem Claaßen vergaben beste Möglichkeiten, teilweise aus nächster Nähe, leichtfertig – und der TuS begann zu kämpfen. Und verdiente sich mit einer schönen Aktion den Anschlusstreffer: Angriff über links, Flanke an den 5er, schulbuchmäßiger Kopfball aus 6 Metern, 1:2 (63.). Das Spiel wurde hektischer und Gellersen verballerte weiterhin die Möglichkeiten. Tietz (80./ unbedrängt daneben) und Düngefeld (86./ aus 2 Metern nach Querpass Kufner drüber) hätten das dritte Gellerser Tor erzielen MÜSSEN. Am Ende war es der wieder eingewechselte Prange, der Team und Verantwortliche erlöste: Eine Minute nach dem er wieder das Feld betreten hatte, nutze er einen Querpass von Breskas und traf flach aus 11 Metern zum 1:3-Endstand (86.).

Fazit: Gegen Handorf so gut wie alles getroffen, gegen Barendorf fast gar nichts – so ist Fußball. Am Ende war es ganz offensichtlich die fehlende Konzentration, die den TSVG beinahe den hochverdienten Dreier kostete.

Aufgebot TSVG: Johst – Zerrath, Twesten, M. Demir, Struwe – Frank, Claaßen, Trumann, Prange – Tj. Tietz, Hein. Eingewechselt: D. Breskas, S. Kufner, Düngefeld.