Notzke 143:14 Torchancen – 2:1-Sieg!

Manchmal kann man nicht wirklich etwas dazu, dass man ein Fußballspiel gewinnt. Und genauso erginge es dem TSVG II in seinem ersten Punktspiel der neuen Saison. Sage und schreiben 14 Mal tauchten die Stürmer des MTV Handorf allein vor dem Tor von Gellersens Keeper Johst auf. Doch die Fahrkarten, die die Gäste dabei schossen, dürften reif für das Guinness-Buch sein.

Besonders Handorfs S. Schön erwischte einen richtig gebrauchten Tag. Immer wieder wurde er mit langen Bällen stark von seinen Mitspielern in Szene gesetzt, die Gellerser Abwehr war dabei ein ums anderer Mal läuferisch überfordert. Die Ausbeute nach 45 Minuten: Sechs Mal allein vor Johst, drei Mal daneben, zwei Mal gehalten, einmal Lattenkreuz…

Gellersen mühte sich nach Kräften, die Ordnung zu halten, und schaffte es ab dem Ende der ersten Hälfte wenigstens, so früh zu attackieren, dass der MTV nur noch selten lang aus der Abwehr heraus spielen konnte. Die Gäste blieben dennoch das klar überlegene Team, die einzig nennenswerte Möglichkeit der Platzherren setzte Trumann nach einem starken Solo von Tj. Tietz aus 16 Metern an die Latte.

Nach dem Wechsel gestaltete Gellersen, das Lu. Thörner im Sturm und Kleinecke in der Innenverteidigung ins Spiel brachte, die Partie vorübergehend etwas ausgeglichener, ehe Handorf zwei weitere Hochkaräter vergab (60./ 65.). Den erste Treffer des Tages markierte dann aber überraschend der TSVG: Weitere Freistoß von Kapitän Twesten in den Strafraum, Hein stört die Defensive, der Ball springt auf und Außenverteidiger Struwe netzt aus sieben Metern per Fallrückzieher zum 1:0 ein (66.)! In einem mittlerweile richtig rassigen Duell erhöhte Handorf weiter den Druck, wurde aber auch hektischer in seinen Aktionen und den Kommentaren von Seiten der Bank. Gellersen hielt mit enormer Lauf- und Kampfbereitschaft dagegen – und besaß in Johst einen überragenden Torhüter. Nach zuvor fünf geklärten Großchancen konnte aber selbst er in der 74. Minute den Ausgleich durch Strampe nach einem Konter und Querpass im 16er nicht verhindern.

In der Schlussphase blieb Gellersen im Rahmen seiner Möglichkeiten stabil. Jeder holte das Letzte aus sich heraus, Chancen boten sich aber weiter nur den Gästen – Johst (79./ 81.), Frank auf der Linie (83.) und die eigenen Nerven (H. Stein/ 85.) standen einem weiteren Torerfolg jedoch im Wege.

Dann die letzte Spielminute: Der gerade eingewechselte Düngefeld wird am rechten Flügel geschickt, läuft durch bis in den Strafraum und passt mustergültig auf den einlaufenden Notzke, der nur noch aus 5 Metern die Innenseite hinhalten muss – 2:1 (90.+1).

Aufgebot TSVG: Johst – Zerrath, Twesten, M. Demir, Struwe – Tj. Tietz, Trumann, J. Claaßen, Frank – Notzke, Hein. Eingewechselt: Kleinecke, Düngefeld, Lu. Thörner.